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Hier Triest, eine schöne Stadt, nicht wahr?
Das wußten auch die Römer, die hier ,auf dem Hügel S.Giusto ein herrliches Forum, reiche, bürgerliche Häuser, Rundbögen und am Meer ein wundebares Theater errichtet haben.
Im Lauf der Zeit haben viele Fremde ( Byzantiner, Goten, Langobarden, Franken,u.a.) die wirklich schöne Lage der Stadt so bewundert, daß sie ständig versucht haben, die Stadt als Sitz ihrer Tätigkeiten zu benutzen. Im Mittelalter lief das Stadtleben auf dem Hügel und die Kathedrale, die auf den römischen Ruinen entstanden war, war sein Herz. Viele Kirchen und Gassen, der Tor Cucherna und Tor Donota. Zu Füßen des Hügels enwickelte sich das wirtschaftliche Leben besonders auf der ursprünglichen Piazza Grande, heute Piazza Unità.
Unter den Fremden, die Triest so tief liebten und sich hier ansiedeln wollten,waren die größten Konkurrenten: die Venezianer und die Österreicher. Die Venezianer ließen zwei Festungen bauen: eine am Meer, seit Jahrhunderten veschwunden, und eine auf dem Hügel, die von den Österreichern in eine riesige Burg umgewandelt wurde. Trotz der Festungen gelang den Venezianern, die Kontrolle der Stadt nicht lange zu behalten, weil die Triestiner die Österreicher zu Hilfe beriefen.
Sie kamen und blieben....aber taten auch recht. Ihnen verdankt die Stadt ihren wirtschaftlichen Aufschwung im 18. Jahrhundert. Zum Glück der Triestiner sah der Kaiser Karl VI die Zukunft seines Reiches in der Handelswirtschaft. Er wählte Triest als Hauptzugang zur Adriasee und Zentrum für den Schiffsverkehr zum und vom Osten. Er proklamierte die Stadt Freihafen und....
Das Leben der Stadt erlebte viele Wandlungen: keine Salzwerke mehr, kein Ackerbau mehr, sondern Handel, Schiffe und Profit, hohe Profite. Leute kamen aus fernen Ländern,von materiellen Vorteilen angelockt; ein weitverzweigtes Handelsnetz verband die Levante mit dem amerikanischen Kontinent;Werften entstanden und in der Stadt ließen sich Versicherungsgesellschaften, Banken und Handelshäuser nieder. Die Stadt wurde reicher, vergrößerte sich; neue Stadtviertel ( Borgo Teresiano, Borgo Giuseppino, Borgo Franceschino) und neue Plätze (Piazza Ponterosso, Piazza della Borsa, Piazza Goldoni) entstanden und die reich gewordenen Triestiner ließen sich Prunkhäuser bauen als Zeichen ihres Reichtums.
Die neugebauten Häuser erhebten sich im stilistischen Kontrast zu der Altstadt: Palazzo Carciotti, Tergesteo, Teatro Verdi, Palazzo Revoltella,u.a.. Neben dem traditionellen Treffpunkt der Triestiner, Piazza Grande, entstanden neue Winkel, wo das kulturelle Leben heftig pulsierte.
Noch heute befinden sich in diesen Stadtvierteln aus dem 18.- 19. Jahrhundert Cafes, die auf die reiche goldenen Zeit zurückgehen, Caffè San Marco, Caffè degli Specchi, Caffè Tommaseo u.a..